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Allgemeine Geschäftsbedingungen (SaaS)

Vertragsbedingungen für die Nutzung der Plattform Kybernos durch Schulen, Schulträger und sonstige institutionelle Kunden.

Stand: 27. August 2026

Ausschließlich institutionelle Kunden

Kybernos richtet sich ausschließlich an Schulen, Schulträger und sonstige institutionelle Kunden. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist nicht vorgesehen. Es besteht kein Online-Bestellprozess und kein Widerrufsrecht nach Fernabsatzrecht, weil kein Verbrauchervertrag geschlossen wird.

1. Anbieter und Geltungsbereich

Anbieter der Plattform Kybernos ist: Linus Freund, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung „Seforth“, Mannheimer Straße 5, 67117 Limburgerhof, Deutschland.

Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Bereitstellung und Nutzung von Kybernos als Software-as-a-Service (SaaS), soweit nicht schriftlich etwas anderes vereinbart ist. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.

Für die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag der Schule bzw. des Schulträgers ist zusätzlich ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO (AVV) erforderlich. Ohne wirksamen AVV darf Kybernos schulische personenbezogene Daten nicht verarbeiten.

2. Vertragsgegenstand

Gegenstand ist die entgeltliche Bereitstellung der webbasierten Plattform Kybernos zur Organisation schulischer Wahl- und Zuweisungsprozesse (insbesondere Wahlpflicht- sowie GK/LK-Wahlen) einschließlich Hosting, Betrieb, Updates und des vereinbarten Supports.

Der konkrete Leistungsumfang (Tarif, Schülerkontingent, Wahlprozesse, Supportniveau) ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung. Funktionsbeschreibungen auf der Website sind unverbindlich, soweit sie nicht ausdrücklich Vertragsbestandteil werden.

3. Vertragsschluss, Laufzeit, Kündigung

Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein schriftliches oder elektronisches Angebot des Anbieters annimmt oder der Anbieter eine Bestellung des Kunden bestätigt. Die Website ermöglicht nur eine unverbindliche Demo- oder Angebotsanfrage, keinen unmittelbaren Online-Kauf.

Soweit nicht anders vereinbart, läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit und ist mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende ordentlich kündbar. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail).

4. Preise und Zahlung

Es gelten die im Angebot genannten Preise, in der Regel monatlich pro Schule. Soweit nicht ausdrücklich anders angegeben, sind die Preise Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug fällig, soweit nicht anders vereinbart. Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter gesetzliche Verzugszinsen verlangen und nach Mahnung den Zugang vorübergehend sperren.

Der Basic-Tarif umfasst, soweit angeboten, ein festes Schülerkontingent (derzeit bis zu 175 Schülerkonten). Überschreitungen und Enterprise-Leistungen werden individuell vereinbart.

5. Betrieb, Verfügbarkeit, Änderungen

Der Anbieter stellt Kybernos mit einer angemessenen Verfügbarkeit bereit. Eine bestimmte Verfügbarkeitsquote (SLA) wird nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart ist (typischerweise Enterprise). Geplante Wartungsfenster werden nach Möglichkeit vorab angekündigt.

Der Anbieter darf die Software weiterentwickeln, sofern der vereinbarte Leistungscharakter erhalten bleibt. Wesentliche Leistungseinschränkungen werden mit angemessener Frist mitgeteilt.

6. Pflichten des Kunden (Schulbetrieb)

  • Die Schule bzw. der Schulträger bestimmt Zwecke und Mittel der schulischen Verarbeitung und trägt die Verantwortung für deren datenschutz- und schulrechtliche Zulässigkeit im jeweiligen Bundesland.
  • Konten, Rollen und Passwörter sind sorgfältig zu verwalten. Schülerkonten sollen datensparsam (möglichst pseudonym, ohne zwingende Schüler-E-Mail) angelegt werden.
  • Die Nutzung ist nur für den vereinbarten schulischen Zweck zulässig. Missbräuchliche Nutzung, Umgehung von Zugriffsbeschränkungen oder das Einstellen rechtswidriger Inhalte sind untersagt.
  • In Support-Tickets dürfen personenbezogene Schülerdaten nur soweit erforderlich mitgeteilt werden. Externe Datei-URLs (z. B. Cloud-Speicher Dritter) liegen in der Verantwortung des Kunden.

7. Datenschutz, Zweckbindung, Unterauftragsverarbeiter

Der Anbieter verarbeitet schulische personenbezogene Daten ausschließlich als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO und den Weisungen des Kunden. Eine Nutzung für eigene Zwecke ist ausgeschlossen, insbesondere für Werbung, Produktprofiling, Training von KI-Modellen, Verkauf von Statistiken oder schulübergreifende Leistungsanalysen.

Aktuelle Unterauftragsverarbeiter und Speicherorte ergeben sich aus der Datenschutzerklärung und dem AVV. Änderungen werden dem Kunden mit angemessener Frist mitgeteilt; der Kunde kann aus wichtigem datenschutzrechtlichen Grund widersprechen. Datenschutzerklärung.

Technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) sowie das Löschkonzept sind Anlagen zum AVV.

8. Support

Support erfolgt über das Ticketsystem und die vereinbarten Kontaktwege. Interne Support-Rollen (SUPORTER, SUPER_ADMIN) gehören zum Anbieter, nicht zu anderen Schulen. Zugriffe dieser Rollen auf Tickets werden protokolliert. Schulnutzer sehen nur selbst erstellte Tickets.

9. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei einer übernommenen Garantie.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

Für Datenverlust haftet der Anbieter bei leichter Fahrlässigkeit nur in dem Umfang, in dem der Schaden bei ordnungsgemäßer Datensicherung (einschließlich der vom Anbieter vorgehaltenen Backups) unvermeidbar gewesen wäre. Eine verschuldensunabhängige Garantie der Datensicherheit oder ununterbrochenen Verfügbarkeit wird nicht übernommen.

10. Vertragsende: Export, Löschung, Bestätigung

Nach wirksamer Beendigung gilt, soweit der AVV nichts Abweichendes vorsieht:

  • Export: Der Kunde kann innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende einen Export der schulischen Daten in einem gängigen maschinenlesbaren Format (in der Regel JSON und/oder CSV) verlangen.
  • Löschung: Anschließend werden die schulischen Daten in der Produktivdatenbank gelöscht, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.
  • Backup-Löschung: Sicherungsdateien unterliegen der regulären Aufbewahrung von 30 Tagen und laufen danach ab; eine selektive Sofortlöschung einzelner Schulen aus vorhandenen Backup-Sätzen ist technisch in der Regel nicht möglich.
  • Bestätigung: Auf Wunsch bestätigt der Anbieter die Löschung in Textform.

11. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters.

Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht; Änderungen bedürfen der Textform, soweit nicht eine strengere Form gesetzlich vorgeschrieben ist.

Kontakt: hello@kybernos.de